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Montessoripädagogik

Maria Montessori im Jahre 1913
Maria Montessori im Jahre 1913

Die Montessoripädagogik wurde ab 1907 von der Namensgeberin Maria Montessori entwickelt. Wesentliche Grundlagen der Montessoripädagogik sind:

  • Offener Unterricht
  • Freiarbeit
  • Selbstverständnis des Kindes als „Baumeister seiner selbst“
  • „Hilf mir, es selbst zu tun“

Philosophie der Montessoripädagogik

Die Philosphie der Montessoripädagogik stellt das Kind im Kontext seiner Indiviualität in den Vordergrund. Der pädagogische Ansatz von Maria Montessori möchte, dass Kinder frei von Kritik und Behinderungen lernen können. Die Montessoripädagogik verneint sowohl Belohungen, wie auch Strafen. Das Lernen soll aus eigener Motivation und aus der Natur des Menschen heraus, am Leben teilhaben zu wollen, geschehen.

Im Mittelpunkt der Montessorimethode stehen die Bedürfnisse, Begabungen und die Talente eines einzelnen Kindes. Motessoripädagogen setzen deshalb darauf, dem Kind zu erlauben, einen eigenen Rhythmus für ihre Arbeit zu erlernen. Das Tempo, das Thema und die Wiederholung des Lernens können dabei vom Kind selbst bestimmt werden. Der Montessoripädagoge sieht die Freude des Lernens als eine natürliche Eigenschaft des Wesens des Kindes an. Wer den eigenen Rhythmus des Lernens findet, entwickelt demzufolge Selbstständigkeit und Selbstvertrauen.

In der Montessoripädagogik liegt ein Schwerpunkt auch im selbständigen Verrichten von Arbeiten des täglichen Lebens. Schon im Montessori-Kindergarten werden praktische Fertigkeiten entwickelt, wie das selbständige Waschen, das Anziehen und das Vorbereiten des Esstisches. Die Schwerpunkte des Lernens setzt das Kind dabei selbst.

Die Entwicklungspsychologie der Montessoripädagogik

Maria Montessori teilte die Kindheit in drei Abschnitte des kindlichen Entwicklungsprozesses auf: Das erste Kindheitsstadium von 0 – 6 Jahren (die zweite embryonale Wachstumsphase), das zweite Kindheitsstadium von 6 bis 12 Jahren (die stabile Phase) und das Jugendalter von 12 bis 18 Jahren. Das pädagogische Bildungskonzept von Maria Montessori ist dabei in der Lage, alle diese Phasen abzudecken. Besonders prägend für die Persönlichkeit wird dabei das erste Kindheitsstadium bis zum sechsten Lebensjahr definiert.

Die kosmische Erziehung

Das bildungstheoretische Modell der Montessoripädagogik wird als kosmische Erziehung bezeichnet. Nach Vorbild des alten Griechenlandes wird der Mensch in diesem Modell selbst als Mikrokosmos und als Teil eines Makrokosmos definiert. Der schöpferische Kraft des Menschen liegt dabei anteilig in der Realisation des kosmischen Plans. Die Schöpfungsgeschichte wird diesem Modell gemäß noch nicht als vollendet angesehen.

Die vorbereitete Umgebung von Montessorieinrichtungen

Als wichtiger Bestandteil der Montessoripädagogik wird die vorbereitete Umgebung gesehen. Sie soll eine Loslösung vom Erwachsenen ermöglichen und das selbständige Erlernen von Fertigkeiten erleichtern. Diese Umgebung wird kindgerecht angelegt und dies in Hinsicht auf Mobiliar und Ordnung. Lernmaterialien gliedern sich beim Montessori-Konzept in fünf Bereiche:

  • Übungen des täglichen Lebens
  • Sprachmaterial
  • Mathematikmaterial
  • Sinnesmaterial
  • Material zur kosmischen Erziehung

Das Material befindet sich stets frei zugänglich in Augenhöhe der Kinder im Regal und kann nach kindlichem Bedürfnis nach Belieben genutzt werden. Die Platzierung des Materials setzt auf einen auffordernden Charakter.

Quellen zur Montessoripädagogik im Web


Foto: public domain
Artikel geschrieben von Andreas Mettler
veröffentlicht am Mittwoch, 20. Mai 2015

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