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Auslandsaufenthalte für Jugendliche

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Auslandsaufenthalte für Jugendliche – das gilt es zu beachten

Heutzutage kommen auch schon viele Jugendliche um die Welt: Sei es nun eine Sprachreise oder ein komplettes Auslandsjahr, in Zeiten der Globalisierung kommen Auslandserfahrungen immer gut an. Doch gerade bei Auslandsaufenthalten von Minderjährigen gilt es einiges zu beachten.

1. Sprachreise oder doch Schüleraustausch für ein ganzes Jahr?

Mittlerweile gibt es für Jugendliche mehrere Möglichkeiten, Auslandserfahrungen zu sammeln. Der klassische Schüleraustausch dauert in der Regel 6-12 Monate, das Kind wird also während dieser Zeit dort im Ausland zur Schule gehen und bei einer Gastfamilie wohnen.

Eine Sprachreise wiederum dauert in der Regel meist einige Wochen und kann somit auch in den Schulferien gemacht werden. Auch hier besteht oft die Möglichkeit, dass man während dieser Zeit bei einer Gasfamilie unterkommt. Für wen sich was am besten eignet, hängt sowohl von eigenen Präferenzen, oft aber auch von den finanziellen Möglichkeiten ab. Natürlich wird eine Sprachreise von nur ein paar Wochen günstiger ausfallen als ein 12-monatiger Austausch und ist damit auch für Familien mit weniger Einkommen eher erschwinglich. Ein weiterer Vorteil einer Sprachreise ist, dass das Kind nichts vom Schulstoff verpasst, da das Ganze in den Schulferien stattfindet.

Wenn aber nicht nur Sprache, sondern auch das tiefgreifende Kennenlernen einer anderen Kultur im Vordergrund steht und die nötigen finanziellen Mittel bereitstehen, ist ein Schüleraustausch die bessere Variante.

2. Organisation des Auslandsaufenthalts mithilfe einer Agentur

Wer eine professionelle Agentur für die Organisation eines Auslandsaufenthaltes beauftragt, muss zunächst zwar mit höheren Kosten rechnen, trotzdem ist diese Vorgehensweise klar zu bevorzugen, da sie sehr viele Vorteile bietet.

Es sind nämlich meist diese Agenturen, die sich um die Vermittlung von seriösen Gastfamilien kümmern und bei der ganzen Bürokratie, die so ein Austausch mit sich bringt, Unterstützung anbieten.

Außerdem hat das Kind im betreffenden Land auch einen Ansprechpartner, an den es sich bei Problemen jederzeit wenden kann – allein das dürfte viele besorgte Eltern ruhiger schlafen lassen.

Bezüglich der Kosten muss man auch bedenken, dass in den offiziellen Programmen oft schon sehr viele Leistungen mit inbegriffen sind, wie z.B. der Flug oder auch diverse Versicherungen.

3. Das Finanzielle: Mit was für Kosten muss man rechnen?

Doch was kostet so ein Schüleraustausch jetzt genau? Das ist natürlich für viele Eltern eine der Hauptfragen und oft Knackpunkt der gesamten Realisierung. Bei Vermittlung einer Agentur und einem Zeitraum von 6 -12 Monaten muss man mit Kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro rechnen.

Dabei spielt natürlich auch das Zielland eine nicht unerhebliche Rolle: Ein Austausch im Nachbarland Frankreich wird weniger kosten als in den USA. Noch teurer als die USA wiederum sind beliebte Länder wie Kanada, Neuseeland oder Australien.

Wer jetzt von diesen Kosten abgeschreckt ist, muss jedoch nicht gleich aufgeben! Es gibt nämlich auch diverse Fördermöglichkeiten, wie Stipendien oder auch Auslands-BAföG, die man sich unbedingt näher ansehen sollte!

Für wen die Kosten trotz Stipendium und BAföG noch zu hoch sind, kann auf die bereits angesprochene Sprachreise zurückgreifen: Hier belaufen sich die Kosten bei günstigen Angeboten auf knapp unter 1000 Euro.

4. Wie organisiert man die finanzielle Versorgung vor Ort?

Bei den oben genannten Zahlen handelt es sich nur um die Programmgebühren – selbstverständlich braucht das Kind aber ja auch im Ausland ein Taschengeld, was je nach Lebenshaltungskosten mehr sein sollte, als in der Heimat. Bis zu 200 Euro pro Monat könnten sich da durchaus als sinnvoll oder sogar notwendig erweisen.

Das bringt wiederum die Frage mit sich, wie man dem Kind dieses Geld am besten zukommen lässt. Es ist dringend davon abzuraten, den ganzen Betrag in bar mitzugeben!

Hier muss also auch die Eröffnung eines neuen Kontos in Betracht gezogen werden, auf das man das Geld regelmäßig überweisen kann.

Auch sollte dringend über die Beschaffung einer Kreditkarte nachgedacht werden: Insbesondere in Ländern wie den USA sind diese wesentlich verbreiterter als hier und fast schon ein Muss.

Das Problem hierbei ist natürlich, dass man in der Regel erst ab 18 Jahren eine Kreditkarte erwerben kann, es gibt aber eine Ausnahme:

Sogenannte Prepaid Kreditkarten sind vereinzelt schon für Jugendliche ab 14 Jahren erhältlich! Bei einer Prepaid Kreditkarte handelt es sich nämlich um eine Kreditkarte auf Guthabenbasis, man muss sie also vor Nutzung mit Geld aufladen. Eine Überziehung ist hier also nicht möglich.

Da diese Karten jedoch von Visa und MasterCard rausgegeben werden, muss man sich bezüglich der internationalen Akzeptanz keine Sorgen machen. Prepaid Kreditkarten unter 18 gibt es zwar nicht so viele, wie für Volljährige, doch sind unter den vorhanden durchaus empfehlenswerte dabei. Es lohnt sich also auf jeden Fall, über die Beschaffung solch einer Karte nachzudenken. Weitere Informationen zum Thema Prepaid Karten gibt es beispielsweise auf diesem Portal.

5. Last but not Least: Muss mein Kind nach dem Austausch ein Jahr wiederholen?

Neben der finanziellen Frage beschäftigt viele Eltern auch die Sorge um die schulische Laufbahn nach dem Austausch.

Insbesondere wenn das Kind ein ganzes Schuljahr verpasst, besteht natürlich das Risiko, dass es im darauffolgenden Jahr nicht so leicht mitkommt.

Ein wichtiger Faktor hierbei ist, wie ähnlich der Schulstoff zwischen Heimaltland und Austauschland ist, bzw. ob die Möglichkeit besteht, die Stundenpläne anzugleichen. Es ist also nicht gesagt, dass man automatisch ein Jahr zurückbleibt, aber die „Gefahr“ besteht natürlich trotzdem.

Man sollte sich davon allerdings nicht zu sehr abschrecken lassen, denn ein Jahr zu wiederholen bedeutet nicht gleich den Weltuntergang. Vielmehr sollte man beachten, was das Kind alles durch die Auslandserfahrung dazu gewinnt: Abgesehen von exzellenten Fremdsprachenkenntnissen, die gerade auch für die berufliche Zukunft einen unbezahlbaren Wert haben können, erhält das Kind wichtige interkulturelle Kompetenzen. Diese werden gerade in der globalisierten Welt immer unverzichtbarer.

Die Vorteile eines längeren Auslandsaufenthaltes können also den „Makel des Sitzenbleibens“ ohne Weiteres aufwiegen.

Fazit

Wie sich gezeigt hat, gibt es bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes einiges zu beachten und je länger das Kind von zu Haus fort ist, desto mehr gilt es, sich gründlich zu informieren und vorzubereiten.

Finanziell stellt ein Schüleraustausch ohne Frage eine Herausforderung dar. Doch auch diese ist dank Förderung von außen nicht unüberwindbar. Am Ende müssen es auch nicht immer Australien oder die USA sein: Auch ein Austausch in einem europäischen Land kann sehr förderlich für Sprachkenntnisse und die persönliche Weiterentwicklung sein.

Wenn es also der ausdrückliche Wunsch des Kindes ist und man es sich finanziell irgendwie leisten kann, sollte man einen Auslandsaufenthalt auf jeden Fall unterstützen.


Foto: pixabay.com (public domain)
veröffentlicht am Montag, 14. Januar 2019

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