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Schulforum - PISA

Beitrag von B. am 10.04.2005
Vielleicht waren wir in Deutschland nur wieder mal zu ehrlich. Oder glaubt wirklich jemand, dass die Schüler in der USA einen höheren Bildungsstand haben???

Beitrag von K. am 11.04.2005
Die nicht-deutschsprechenden Schüler ziehen die Statistik nach unten hierzulande. Kein Land hat das Integrationsproblem so lange verschlafen wie wir.

Beitrag von G. am 15.04.2005
Menschen mit weniger Bildung lassen sich leichter regieren und sind die gefügigeren Konsumenten. Ich glaube, die Bildungskatastrophe betifft die ganze "westlich zivilisierte Welt". So funktioniert die besser.

Beitrag von M. am 16.04.2005
Wieso meinen Sie die Gesellschaft funktioniere besser ohne Bildung?

Beitrag von G. am 19.04.2005
Die bildungsschwachen Menschen sind in der Regel die gefügigsten Konsumenten, für die Handy und Markenkleidung den höchsten Stellenwewert haben. Sarkastisch möchte ich behaupten: Bildung schadet unserer Wirtschaft.

Beitrag von J. am 23.04.2005
Ich finde diese Umfrage ist viel zu allgemein. Wie immer wenn man den Hauptschuldigen sucht.

Beitrag von M.S. am 24.04.2005
Also, ich stimme Gerd da überhaupt nicht zu. Menschen ohne hohen Bildungsgrad sind zwar eher zu animieren, aber unsere Wirtschaft besteht nicht nur aus Konsumenten. Es gibt viele Menschen, die viel wichtiger sind als die, die nur kaufen.
Klar, ich habe erst letztens wieder mitbekommen, dass solch schlecht gebildete Menschen einen miesen Nebenjob machen und mit dem Geld nichts besseres anzufangen haben als es für ein sinnloses noch neueres Handy auszugeben. Das stimmt.
Aber wer erfindet denn die Handys? Wer baut PCs und schreibt die Software? Garantiert nicht die verblödeten, sondern hoch gebildete. Wir brauchen viel Bildung für eine gute Wirtschaft.

Und noch etwas:
Die Wirtschaft lebt nicht allein vom Konsum. Der Konsum ist das letztes Teil der Wirtschaftskette. Man muss sehr viel beachten.
Aber Wirtschaft ist ja nicht Gegenstand der Diskussion.

Im Moment können wir uns noch glücklich schätzen, dass wir schulgeldfrei sind. Ich vermute mal, dass sich das auch noch ändern wird. Wir brauchen nämlich für eine funktionierende Wirtschaft - so hart das ist - eine Zwei-Klassen-Gesellschaft.
Warum?
Zurzeit haben wir in Deutschland viel recht gut gebildete Menschen, aber das kann nicht so bleiben, weil viele Berufsgruppen keinen Nachwuchs mehr finden. Und das sind Berufe, für die man nichts zu können braucht.
Wie das in Finnland ist, weiß ich nicht. Aber entweder haben die dort die Leute, die praktisch für diese Berufe vorbestimmt sind nicht getestet oder die holen sich solche Leute aus dem Ausland. Keine Ahnung.
Unsere Wirtschaft müsste auch mal wieder Geld investieren. Es kann ja auch nicht sein, dass die Firmen Geld bunkern und keine Leute einstellen, aber die Firmenchefs sich 25% mehr Lohn einstecken...
Deutschland steckt nicht wirklich in einer Wirtschaftskrise, sondern die Wirtschaft kommt langsam wieder in die richtige Richtung.
Meine Vermutung dazu (schreibt sie euch mal auf):
In eine paar Jahren werden viele andere Länder in eine Wirtschaftskrise geraten und Deutschland wird dann so gut dastehen wie jetzt schlecht.

LG Manu

Beitrag von A.M. am 25.04.2005
Die Umfrage ist so allgemein wie jede solche Online-Umfrage, wie man diese Frage mit so wenigen Worten provokativ stellen kann. Für die eigentliche Diskussion gibt es dann das Forum. Und wie wir sehen hat diese Kombination wieder gut funktioniert.

Beitrag von G. am 27.04.2005
Bei den niedrigqualifizierten Berufen ist das Angebot an Arbeitskräften doch viel größer als der Bedarf der Wirtschaft. Es sind ja in der Regel auch die niedrigqualifizierten Arbeitskräfte die die Mehrheit der Arbeitslosen stellen. Man hat über Jahrzehnte hinweg behauptet, es ginge dem Menschen besser, wenn die Wirtschaft wächst. Mittlerweile stehen der Erfolg der Wirtschaft und der Nutzen für den Menschen in antiproportionalem Verhältnis zueinander. Man sagt: Es muß dem Menschen schlechter gehen, damit die Wirtschaft wieder wächst. Das führt die Zielsetzung des Wirtschaftswachstums ins Absurde. Und wer kann überhaupt sagen, daß Wirtschaft immer weiter wachsen muß oder kann? Nichts wächst für immer.

Beitrag von M.S. am 27.04.2005
Das stimme ich zu. Das ist wahrhaftig absurd.
Das Problem bei niedrig Qualifizierten ist jedoch vorhanden. Wenn jemand arbeitslos ist, kann er entscheiden, ob er eine Arbeit mache will oder nicht. Arbeitet man dann mal, dann heißt das noch gar nichts. Das Arbeitsamt bezuschusst einen wunderbar und wenn man keine Lust mehr hat, hört man halt auf. Das ist leider gerade bei diesen niederen Berufen sehr oft der Fall. Wir haben das jetzt letzens schon mehrmals von solchen Firmen wie Kanalreinigungen erfahren. Die finden niemanden, den sie einstellen können und wenn, dass bleiben die nicht lange, weil sie keine Lust haben...
Tja, ich glaub, wenn wir weiter darüber diskutieren wollen, sollten wir ein eigenes Thema aufmachen. Wir sind ein wenig von Pisa abgekommen... *g*

LG Manu

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