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Kinderrechte-Forum - Umgangsrecht i.d. Ferien

Beitrag von N.P. am 09.12.2004
Hallo. Ich bin Mutter u. vom Vater geschieden. Die Kinder 7 u. 4 Jahre wollen den Vater öfter als alle 14 Tg. sehen. Wer kann mir mit ggf. Paragraphen sagen, ob es seine Pflicht ist oder nicht. Er verweigert dies aus Geldgründen. Kann ich ggf. alleiniges Sorgerecht mit Aussicht auf Erfolg beantragen???Bitte mailt direkt an mich!!! Es eilt!!! Danke!

Beitrag von J.H. am 10.12.2004
Hallo Nicole,
Einen § konnte ich so leider nicht finden,aber ich denke das du sicherlich chancen hast das Sorgerecht zu erlangen, dafür muss aber klar sein das er sich in keinem Verhältniss zu den Kindern steht, d.h. keinerlei Kontakt sucht und auch sonst nicht in der Lage ist dich im Sinne der Kinder zu Unterstützen.Ich bin selber Mutter und habe vor kurzem das Sorgerecht zurück erkämpft.Es ist also machbar, aber ein harter Weg.

Beitrag von B.R. am 28.01.2005
Warum willst du alleiniges Sorgerecht, er kümmert sich doch, sei doch froh drum....meiner ist komplett weg....wenn er sich auch im mindestmaß kümmert, wirst du mit Sicherheit nicht das alleinige Sorgerecht bekommen...die Kinder wollen ihn doch sogar öfter sehen, willst du ihnen das dann wirklich antun???

Beitrag von n. am 28.01.2005
Liebe Bettina,
Nun, ehrlich gesagt, wäre es mir lieber, wenn der Vater meiner Kinder auch ganz weg wäre...nicht wegen mir. Du musst dir das ja so vorstellen, dass er unsere Kinder durch sein Verhalten ständig verstört, so dass mein Sohn schon in psychologischer Behandlung ist. Was seine "Mindestsorge" angeht, so haben mir inzwischen Jugendamt, Kinderschutz und annähernd auch die Psychologin gesagt, dass er dies nur tut, um so noch an mich "heran" zu kommen.Er hat mit der Ehe noch immer nicht abgeschlossen. Aber muß er dies auf dem Rücken der Kinder austragen- und muss ich dabei zusehen??? Wäre es nicht sinnvoller, den Kindern zuliebe alles friedlich ablaufen zu lassen. Vielleicht solltest du dazu noch wissen, dass er mich ständig bei den Kindern mies macht und mich bei jeder Begegnung verbal attackiert.Natürlich möchte ich den Kindern ihren Vater nicht nehmen und nur deshalb quäle ich uns alle noch durch diese Situation. Aber eine väterliche Sorge kann ich bei ihm auf diese Art wirklich nicht erkennen. Er sagt zu seinem eigenen Sohn, er könne ihn in den Ferien nicht nehmen, denn wenn er frei hat, dann will er auch frei haben. Dem Jugendamt gibt er seine Finanzen als Grund an und sagt aber dann wieder zu unserem Sohn, dass er im Sommer im urlaub fährt. Mein Sohn hat diesen Widerspruch (zum Glück) nicht erkannt. Aber in einem gebe ich dir Recht: Alleiniges Sorgerecht bringt mich in dieser Situation nicht weiter, da es sein Besuchsrecht nicht einschränkt.Andersherum kann er -zum Schutz der Kinder - aber auch nicht gezwungen werden, die Kinder in den Ferien zu sich zu nehmen. Ich habe mich inzwischen bei mehreren Institutionen erkundigt. Und es gibt einen Spruch, der hier völlig passt...wie man es auch macht, man macht es falsch.
Ich wüßte nur allzugern den richtigen Weg für meine kinder!

Beitrag von S. am 05.02.2005
Hallo Nicole,
ich kann sehr gur nachvollziehen, was Du erzählst - uns geht es ähnlich. Meine Erfahrung ist, dass man mit Anwalt und Jngendamt nicht viel weiter kommt, da immer mitunterstellt wird, dass Du/ich als Mutter die Kinder beeinflußt/e. Und genau auf dieser Tour reitet ja auch bei uns der Vater herum. Insgesamt geht es um den alten Kampf auf der Paarebene - wer hat die Macht?! Ein Patentrezept für den Ausstieg gibt es nicht und wir können unseren Kindern den Vater nicht besser machen. Wir können ihnen auch das Leid nicht ersparen. Ich gehe meinen Weg, indem ich nicht auf die Provokationen oder Abwertungen einsteige, vor den Kindern ganz klar und sachlich meine Haltung zeige, mich - wenn nötig - hinter die Kinder stelle und sie ermutige, dem Vater ihre Meinung zu sagen. Wenn sie nicht zu ihm wollen, dann zwinge ich sie nicht mehr. Natürlich denkt der Vater, dass ich dahinter stecke und die Kinder indoktriniere - wie ich es mache, ist es ohnehin falsch. Die Kinder zeigen ihm schon sehr deutlich, was sie von allem halten, denn sie wollen nicht mehr bei ihm übernachten. Ich lasse es jetzt darauf ankommen, ob er rechtliche Schritte geht und dann lege ich meine Karten auf den Tisch. Schwierig wird's noch zusätzlich, weil unsere Tochter jetzt zur weiterführenden Schule kommt. Er hat schon damit gedroht, die Unterschrift zu verweigern. Glücklicherweise habe ich diese Aussage schriftlich vorliegen...
Alles Gute und sorge vor allem gut für Dich - sei stark für die Kinder und stelle Dich hinter sie!

Beitrag von N. am 06.02.2005
Hallo Susanne.

Lieben Dank für deine Antwort. Manchmal können die Männer mit ihrem "verletzten Stolz" doch ziemlich zum A...l... mutieren!?!

Nun, bei mir im Urteil über das Aufenthaltsbestimmungsrecht (fiel zu meinen Gunsten aus) steht, dass wenn der Vater wichtige Unterschriften verweigert, ich gute Chancen habe, duch ein Abänderungsverfahren auch das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Der Vater deiner Kinder wird sich selber damit also keinen Gefallen tun.
Du hast ja wenigstens das Glück, dass deine Kinder schon nicht mehr all zu gern zu ihrem Vater gehen. Ich denke, du verhälst dich richtig. Auch ich bin gerade im tierischen Lernprozess, mich nicht mehr auf seine Provokationen einzulassen.

Auch dir wünsche ich alles Gute, viel Kraft und viel Glück!

Nicole

Beitrag von K. am 13.02.2005
Haben, haben, haben! Das Kind ist meins, meins, meins! Ich dachte, dieses Forum nennt sich "Kinderrechte". Wie selten bei Streitereien zwischen Eltern überhaupt die Wünsche der Kinder zur Sprache kommen, finde ich beschämend.

Beitrag von H. am 12.03.2005
Es ist oft durchaus für das Wohl des Kindes wenn das Kind bei der Mutter bleibt und den Vater nicht mehr sehen darf.

Beitrag von S. am 13.03.2005
Katrin, ich finde, Du machst es Dir zu einfach, wenn Du die Beiträge hier unter dem Motto "haben, haben, haben" abwertest. Das ist doch genau das Schwierige am Umgangs- und Sorgerecht: das Wohl der Kinder in den Vordergrund zu stellen - jenseits von Streitigkeiten auf der Macht-, Paar- oder Beziehungsebene der (getrennten) Eltern. Ich kenne nur ganz seltene Ausnahmen von (Ex-)Paaren, die das schaffen konnten, weil sie verstanden haben, dass beide daran arbeiten müssen. Leider nutzt es nicht viel, wenn nur eine Seite dies erreichen möchte und die andere stets im Kampf verhaftet bleibt und sei es über die Kinder. Und leider helfen - trotz des hohen Selbstanspruches - weder Jugendamt noch Gerichte im praktischen Alltag.
Und: wer kann da selbst noch neutral Position beziehen? Bist Du denn auch betroffen und weißt Du, wovon hier tatsächlich die Rede ist?

Beitrag von K. am 22.03.2005
Nach einer Trennung hat die Mutter meistens nicht allzu gutes mehr über den Vater zu berichten. Natürlich beeinflußt jede Mutter das Kind und je seltener das Kind den Vater sieht, desto geringer sein Einfluß. Welches Kind versteht schon, daß der Mann der bisher der nette Vater war, jetzt der böse Onkel ist. Und wer fragt dabei schon die Kinder?

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