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Kinderarmut

kinderarmut

Dieser Text befasst sich mit der ökonomischen Kinderarmut. Die demografische Kinderarmut definiert sich über eine Armut an Kindern, also einer geringen Anzahl an Kindern.

Kinderarmut ergibt sich aus einem gewissen Alter, über das ein Kind oder Jugendlicher definiert wird sowie den ökologischen Verhältnissen der Betroffenen. Bei der Berechnung von Kinderarmut spielen normative Komponenten eine wichtige Rolle. Während weltweit die Armut von Kindern über die wichtigsten Lebensbereiche wie Ernährung und Wohnen definiert wird, können in den Industrieländern auch Elemente wie die Teilnahme am kulturellen und öffentlichen Leben sowie die Entwicklungschancen des Kindes mit in die Definition einbezogen werden.

Absolute Kinderarmut und relative Armut

Eine existenzgefährdende absolute Armut ist in den industialisierten Gesellschaften selten anzutreffen. In den Industrieländern wird hingegen meist eine relative Armut angesetzt, die bei 50% bis 60% des Nettoäquivalenzeinkommens eines Landes beginnt. Als „arm“ können auch Menschen definiert werden, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Die Armutszahlen einzelner Länder werden unterschiedlich definiert und sind daher nicht immer unmittelbar miteinander zu vergleichen. Die relative Kinderarmut kann auch dann steigen, wenn die abosulten Zahlen konstant sind, aber das Nettoäquivalenzeinkommen steigt.

Zunehmende Kinderarmut

Laut einer Studie von UNICEF ist die Kinderarmut in den Jahren 1995 bis 2005 in 17 von 24 OECD-Staaten gestiegen. In Deutschland lag diese bei +2,7 %. In den skandinavischen Ländern ist ein Abbau von Kinderarmut festzustellen. Diese wird über steuerlich-soziale Maßnahmen erreicht. Es gibt signifikante Zusammenhänge zwischen Kinderarmut, schlechter Gesundheit und verzögerter Entwicklung von Kindern. Eine negative Prägung von Kindern durch Armut ist nicht immer zwingend gegeben.


Foto: kheinz / pixabay.com (public Domain)
Artikel geschrieben von Andreas Mettler
veröffentlicht am Montag, 28. Dezember 2015

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