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Das Kinder- und Jugendhilferecht

jugendhilferecht

Das KJHG ist das achte Sozialgesetzbuch und trat in seiner ursprünglichen Fassung am 3. Oktober 1990 in Kraft. Das Kinder- und Jugendhilferecht war das Nachfolgegesetz des bisherigen „deutschen Jugendwohlfartgesetzes“ von 1961.

Das Prinzip des KJHG

Das bis 1990 gültige Jugendwohlfahrtsgesetz definierte öffentliche Jugendhilfe maßgeblich als Kontroll- und Eingriffseinrichtung. Diesem Ansatz sollte das KJHG entgegen gestellt werden. Das Kinder und Jugendhilfegesetz setzte dem das Prinzip der Angebote und Leistungen entgegen. Die Unterstützung und Hilfe für Kinder, Jugendliche und Eltern sollte dabei die maßgebliche Rolle spielen. Das KJHG definiert sich als Teil des Sozialwesens mit Leistungen die vorrangig nach dem Subsidiaritätsprinzip von freien Trägern erbracht werden sollen. Die Leistungsverpflichtung liegt allerdings bei den Kommunen, insbesondere beim Jugendamt. Dieses teilt sich in die Verwaltung und in den Jugendhilfeausschuss.

Die Leistungen des SGB VIII

Das KJHG (SGB VIII) definiert die Leistungsanspräche von jungen Menschen (Kinder, Jugendlichen und Volljährigen) sowie den Familien (Erziehungsberechtigte, Personensorgeberechtigte und Eltern). Als örtliche Träger für diese Leistungen werden die Landkreise und kreisfreien Städte definiert.

Schwerpunkte des KJHG sind

  • Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit sowie der erzieherische Jugendschutz
  • Familienförderung und Kindertagesbetreuung
  • Erziehungshilfen
  • Kindertagesbetreuungs-Angebote
  • Eingliederungshilfen für seelisch behinderte Kinder oder Jugendliche
  • Inhobhutnahme
  • Herausnahme aus der Familie
  • Hilfen für junge Volljährige
  • Vormundschaften und Beistandsschaften
  • Registerauskünfte im Kontext von Sorgeerklärungen
  • Beurkunden bei Vaterschaftsanerkennungen
  • Örtliche und sachliche Zuständigkeit der Behörden
  • Datenschutzregelungen
  • Maßnahmen der Qualitätssicherung in der Jugendhilfe

Zum Gesetzestext


Foto: geralt /pixabay.com (public domain)
Artikel geschrieben von Abndreas Mettler
veröffentlicht am Dienstag, 27. Oktober 2015

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